Der Primärprallbrecher CPI-1620 ist die größte Erststufen-Prallmaschine im CONSTMACH-Programm, gebaut für Hochkapazitätsbetrieb bei Materialien mittlerer Härte. Dieser Abschnitt behandelt das aufnehmbare Aufgabegut, die erzeugten Produkte, die Branchen, das Verschleißteilmanagement und den Vergleich mit einem Backenbrecher.
Welche Materialien kann der CPI-1620 verarbeiten?
Der CPI-1620 ist für Aufgabegut mittlerer Härte und geringer Abrasivität ausgelegt, am häufigsten:
- Kalkstein
- Dolomit
- Anderes weiches bis mittelhartes Sedimentgestein
Er ist nicht für hartes, abrasives Gestein wie Granit oder Basalt geeignet, da dies zu raschem Verschleiß der Schlagleisten und Prallplatten führen würde. Das Aufgabegut muss innerhalb der maximalen Größe von 1.300 x 1.300 mm liegen, der größten im Prallbrecher-Programm, sodass große Rohblöcke aus dem Steinbruch direkt aufgegeben werden können.
Welche Produkte erzeugt er?
Der CPI-1620 erzeugt ein kubisches, gut geformtes Primärprodukt bei hohem Volumen. Sein hohes Zerkleinerungsverhältnis bedeutet, dass der Ausstoß bei weicherem Kalkstein oft fein genug ist, um den Bedarf an einem separaten Sekundärbrecher zu verringern. Das Produkt wird zum gesamten Spektrum an Beton- und Asphalt-Gesteinskörnungsfraktionen sowie Tragschichtmaterial gesiebt. Die kubische Form ist ein besonderer Vorteil für Beton- und Asphaltmischungen, bei denen plattige oder längliche Körner die Mischung schwächen und den Bindemittelbedarf erhöhen.
Welche Branchen nutzen diesen Brecher?
- Große Kalkstein- und Dolomit-Steinbrüche
- Hochvolumige Produktion von Beton- und Asphalt-Gesteinskörnung
- Aufbereitung von Zementrohmaterial im großen Maßstab
- Großversorgung mit Straßentragschicht- und Bau-Gesteinskörnung
Mit rund 52.000 kg und einem doppelten 2 x 250-kW-Antrieb ist er die Wahl für die Kalksteinbetriebe mit dem höchsten Volumen im Prallbrecher-Programm.
Wie werden Verschleißteile gemanagt?
Die wichtigsten Verschleißteile sind die Schlagleisten (Prallleisten) aus Manganstahl, die Prallplatten und die Kammerauskleidungen. Bei den Tonnagen, die dieser Brecher bewältigt, sind Wenden und Austausch der Schlagleisten geplante Wartungstätigkeiten, wobei die Einstellung der Prallleiste angepasst wird, um die Produktgröße zwischen den Wechseln zu halten. Die Beschränkung des Aufgabeguts auf kalksteinartiges Material mit geringer Abrasivität ist der Haupthebel zur Kontrolle der Verschleißteilkosten. Auch die Prüfung des Aufgabeguts auf Fremdmetall ist wichtig, da Eisen den schnelllaufenden Rotor und die Leisten beschädigen kann.
Was ist während des Betriebs zu beachten?
Eine gleichmäßige, ausgewogene Aufgabe und ein intakter Kettenvorhang halten den Prallprozess effizient und den großen Rotor ausgewuchtet. Die Prallleistenspalte sollten mit fortschreitendem Verschleiß überprüft und neu eingestellt werden. Der unbehinderte Austrag muss frei bleiben, um Verstopfungen zu vermeiden, und die Lagerschmierung muss unter dem doppelten 2 x 250-kW-Antrieb bei hoher Tonnage aufrechterhalten werden. Die Rotorwuchtung muss nach jedem Schlagleistenwechsel überprüft werden, da der große, trägheitsstarke Rotor bei Betriebsdrehzahl empfindlich auf Unwucht reagiert.
Prallbrecher versus Backenbrecher
Ein Primärprallbrecher wie der CPI-1620 zerkleinert durch Schlag, liefert ein kubisches Produkt und ein hohes Zerkleinerungsverhältnis und ist am besten für Kalkstein und Dolomit mittlerer Härte und geringer Abrasivität bei hohem Volumen geeignet. Ein Backenbrecher zerkleinert durch Druck und ist die bessere Primärwahl für harten, abrasiven Granit oder Basalt, wo ein Prallbrecher rasch verschleißen würde. Härte und Abrasivität des Aufgabeguts bestimmen die Wahl zwischen beiden: hochvolumiger Kalkstein mit Anforderung an ein kubisches Produkt begünstigt den Prallbrecher, während hartes oder abrasives Aufgabegut den Backenbrecher wegen seiner niedrigeren Verschleißkosten begünstigt.




