Der CJC-90 Backenbrecher ist eine Primärbrecher-Maschine für Anlagen mittlerer Kapazität. Dieser Abschnitt behandelt die aufnehmbaren Materialien, die erzeugten Produkte, die typischen Branchen sowie die Betriebsfaktoren, die Leistung und Wartung beeinflussen.
Welche Materialien kann der CJC-90 verarbeiten?
Der CJC-90 ist für die Primärzerkleinerung von natürlichem Gestein und recyceltem mineralischem Aufgabematerial ausgelegt, darunter:
- Kalkstein und Dolomit
- Granit, Basalt und andere harte Eruptivgesteine
- Flusskies und Bruchsteine
- Stahlbeton und Abbruchmaterial in Recyclingarbeiten
Das Aufgabematerial muss so bemessen sein, dass es in die 900 x 650 mm große Aufgabeöffnung passt; übergroße Brocken sollten vor der Beschickung zerkleinert werden. Die Kompressionszerkleinerung ermöglicht es dem CJC-90, abrasives, hochfestes Gestein zu verarbeiten, das einen Prallbrecher schnell verschleißen würde.
Welche Produkte erzeugt er?
Der CJC-90 liefert ein grobes, ungesiebtes Primärprodukt mit einer Höchstkorngröße, die durch den Austragsspalt (30-150 mm) bestimmt wird. Dies ist ein Zwischenprodukt für Sekundärbrecher und Siebe, die die fertigen Beton- und Asphaltgesteinskörnungsfraktionen, Tragschicht und feinere Korngrößen erzeugen. Ein engerer Austragsspalt verengt die Primärkornverteilung und entlastet die Sekundärstufe; ein weiterer Austragsspalt erhöht den Durchsatz bei gröberer Höchstkorngröße.
Welche Branchen nutzen diesen Brecher?
- Steinbrüche und Gesteinskörnungsanlagen mittlerer Kapazität
- Beton- und Asphaltproduzenten mit eigener Brechlinie
- Bau- und Abbruchrecycling
- Bergbau- und Aufbereitungsbetriebe
Mit rund 11.400 kg und einem 75-kW-Antrieb ist er eine häufige Primärwahl für etablierte Betreiber, die von einer kleinen ersten Brechstufe auf höhere, dauerhafte Tonnage umsteigen.
Wie werden Verschleißteile verwaltet?
Die feste und die bewegliche Brechbacke sind die wichtigsten Verschleißteile, gefertigt aus Manganstahl, der unter Belastung härtet. Ihre Standzeit hängt von der Abrasivität des Aufgabematerials und der Tonnage ab, und beide sind wendbar, um die Standzeit vor dem Austausch zu verlängern. Die Wangenplatten, die die Kammerseitenwände schützen, sowie die Kniehebelplatte sind ebenfalls Verschleißteile. Die Kniehebelplatte dient zugleich als Sicherheitseinrichtung, die so ausgelegt ist, dass sie bricht, falls unzerkleinerbares Fremdmetall in die Kammer gelangt, und so den Brechergehäuse und den Antrieb schützt. Ein Bestand an Ersatzbrechbacken verkürzt die planmäßigen Wechsel.
Was ist während des Betriebs zu beachten?
Kammerfüllende Beschickung hält die Kammer voll und erzeugt ein gleichmäßiges Produkt mit ebenmäßigem Backenverschleiß. Nach jedem Backenwechsel sollte der Austragsspalt mit dem hydraulischen Mechanismus überprüft werden. Antriebsriemenspannung, Schwungradauswuchtung und gleichbleibende Schmierung sorgen für einen reibungslosen Betrieb bei der Schwungraddrehzahl von 277 U/min. Eine vorgeschaltete Grizzly-Vibrorinne siebt Feinanteile aus und reguliert die Beschickungsrate, was die Backen schützt und die Leistung stabilisiert.
Backenbrecher versus Prallbrecher
Der CJC-90 zerkleinert das Material durch Kompression und ist die bevorzugte Primärmaschine für hartes, abrasives Gestein und Stahlbeton. Ein Primärprallbrecher zerkleinert durch Schlag und liefert ein kubisches Produkt mit höherem Zerkleinerungsgrad, eignet sich aber besser für weicheren, weniger abrasiven Kalkstein. Bei hartem Granit- oder Basaltaufgabematerial bietet der Backenbrecher als Primärstufe geringere Verschleißkosten und längere Bauteillebensdauer, da die Kompression hochfestes Material verarbeitet, ohne den schnellen Prallleistenverschleiß, den ein Prallbrecher erleiden würde.




