Der CJC-60 Backenbrecher ist eine Primärbrecher-Maschine. Dieser Abschnitt behandelt die aufnehmbaren Aufgabematerialien, die erzeugten Produkte, die bedienten Branchen sowie die praktischen Faktoren, die Auswahl und Betrieb beeinflussen.
Welche Materialien kann der CJC-60 verarbeiten?
Der CJC-60 ist für die Primärzerkleinerung von natürlichem Gestein und recyceltem mineralischem Material ausgelegt. Geeignetes Aufgabematerial umfasst:
- Kalkstein und Dolomit
- Granit, Basalt und andere harte Eruptivgesteine
- Flusskies und Bruchsteine
- Stahlbeton und Abbruchmaterial in Recyclinganwendungen
Das Aufgabematerial sollte so bemessen sein, dass es sauber in die 600 x 380 mm große Aufgabeöffnung passt. Übergroße Brocken müssen vor der Beschickung zerkleinert werden, um eine Brückenbildung am Kammereingang zu vermeiden. Da der Brecher durch Kompression zerkleinert, verträgt er abrasives und hochfestes Gestein, das die Lebensdauer eines Prallbrechers verkürzen würde.
Welche Produkte erzeugt er?
Als Primärbrecher erzeugt der CJC-60 ein grobes, ungesiebtes Produkt, dessen Höchstkorngröße durch den Austragsspalt (Closed Side Setting, 30-100 mm) bestimmt wird. Dieses Material ist keine fertige Gesteinskörnung, sondern ein Zwischenprodukt für Sekundärbrecher und Siebe, die es anschließend in Beton- und Asphaltgesteinskörnungsfraktionen, Tragschicht und feinere Produkte aufteilen. Am unteren Ende des Austragsspalt-Bereichs ist die Kornverteilung des Primärprodukts enger und entlastet die Sekundärstufe; am oberen Ende wird der Durchsatz bei gröberer Höchstkorngröße maximiert.
Welche Branchen nutzen diesen Brecher?
- Gesteinskörnungs- und Steinbruchbetriebe für Baustoffe
- Transportbeton- und Asphaltproduzenten mit eigener Gesteinskörnungsversorgung
- Bau- und Abbruchrecycling
- Kleine Bergbau- und Aufbereitungsstandorte
Seine kompakte Größe und ein Gewicht von 6.000 kg machen ihn zu einer verbreiteten Wahl für Betreiber, die eine erste stationäre Anlage in Betrieb nehmen oder einen Satellitensteinbruch mit moderatem Leistungsbedarf betreiben.
Wie werden Verschleißteile verwaltet?
Die wichtigsten Verschleißteile sind die feste und die bewegliche Brechbacke, gefertigt aus Manganstahl, der im Betrieb kaltverfestigt. Die Standzeit der Backen hängt von der Abrasivität des Aufgabematerials und der Tonnage ab. Beide Backen sind wendbar und austauschbar; die Planung des Austauschs während geplanter Stillstände vermeidet ungeplante Ausfallzeiten. Die Wangenplatten, die die Kammerseitenwände schützen, sowie die Kniehebelplatte sind ebenfalls Verschleißteile. Die Kniehebelplatte dient als mechanisches Sicherheitselement und ist so ausgelegt, dass sie bricht und den Brecher schützt, falls unzerkleinerbares Fremdmetall in die Kammer gelangt. Ein Ersatzsatz Brechbacken vor Ort verkürzt die Wechselzeit.
Was ist während des Betriebs zu beachten?
Eine gleichmäßige, kammerfüllende Beschickung erzeugt das gleichmäßigste Produkt und einen ebenmäßigen Backenverschleiß. Der hydraulische Einstellmechanismus sollte verwendet werden, um den Austragsspalt nach Backenwechseln zu überprüfen. Eine Zentralschmierung, sofern vorhanden, schützt die Lager im Dauerbetrieb. Da der CJC-60 mit einer relativ hohen Schwungraddrehzahl von 330 U/min läuft, sind Antriebsriemenspannung und Schwungradauswuchtung für einen ruhigen Betrieb wichtig. Eine vorgeschaltete Grizzly-Vibrorinne siebt Feinanteile aus und reguliert die Beschickung, was sowohl die Brechbacken schützt als auch den Durchsatz stabilisiert.
Backenbrecher versus Prallbrecher
Ein Backenbrecher wie der CJC-60 zerkleinert das Material durch Kompression und ist die bevorzugte Primärmaschine für hartes, abrasives Gestein und Stahlbetonrecycling. Ein Primärprallbrecher zerkleinert durch Schlag und eignet sich besser für weichere, weniger abrasive Materialien wie Kalkstein, bei denen ein kubisches Produkt und ein hoher Zerkleinerungsgrad erforderlich sind. Bei hartem Granit- oder Basaltaufgabematerial ist der Backenbrecher in der Regel die wirtschaftlichere und langlebigere Primärwahl, da seine Verschleißteile bei abrasivem Material länger halten und seine Kompressionswirkung hochfestes Gestein bewältigt, das Prallleisten schnell abrunden würde.




